Änderungen 2022 - HuG Hilter, Dissen Bad Rothenfelde e.V.

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Änderungen 2022

Aktuelles
Im Folgenden werden Änderungen im Jahr 2022 kurz vorgestellt ohne Anspruch auf Vollsträndigkeit:

Änderungen bei der Vermietung
  • Pflicht zur monatlichen Mitteilung über Heizkosten: Wenn Ihre vermietete Immobilie bereits mit fernablesbaren Messgeräten für den Wärmeverbrauch ausgestattet ist, müssen Sie ab 2022 Ihren Mieter*innen monatlich eine Verbrauchs- und Abrechnungsinformation per E-Mail, Brief oder übewr ein Online-Portal zukommen lassen.
  • die Aufteilung der CO2-Abgabe soll zwischen Vermieter*innen und Mieter*innen nach einem Stufenmodell ab 01.06.222 aufgeteilt werden - ggfs 50:50
  • kommt der Umstieg auf Teilwarmmiete?  Vermieter:innen bieten ihre Immobilie zum Mietpreis inklusive Heizkosten an, aber nur für eine durchschnittliche Beheizung von 20 bis 22 Grad. Mieter:innen, die mehr heizen, zahlen die Differenz.
  • der Mietspiegel wird für Städte ab 50 000 Einwohnern Pflicht: Ist die Mieterhöhung gerechtfertigt, ein Blick in den örtlichen Mietspiegel könnte die Antwort bringen. Ab 1. Juli wird diese Datensammlung für Städte ab einer Einwohnerzahl von 50 000 lt. Mietspiegelreformgesetz Pflicht. Dadurch werden etwa 80 der 200 größten deutschen Städte neue Mietspiegel erstellen müssen. Eine Übergangsfrist bis 1. Januar 2023 Zeit gilt für einen einfachen Mietspiegel und bis 1. Januar 2024 für einen qualifizierten Mietspiegel.
  • Umlage von Kabel-TV-Kosten vor dem AUS: Zukünftig können Sie als Vermieter*in die Kosten für einen Kabel-TV-Vertrag für die Mietimmobilie nicht mehr auf die Mieter*innen umlegen. Diese können den Anbieter selbst wählen oder ganz darauf verzichten. Zunächst betrifft die neue Regelung aber nur Hausverteilnetze in Neubauten. Für Bestandsimmobilien gilt sie erst ab 1. Juli 2024. Als Eigentümer*in haben Sie ein Sonderkündigungsrecht, um den Kabelvertrag bis Ende Juni 2024 zu beenden.
  • Sachkundenachweis für Verwalter einer Mietimmobilie: Ab 1. Dezember 2022 gilt eine neue Rechtsverordnung, nach der Makler*innen, Miet- oder Wohneigentumsverwalter*innen nachweisen müssen, dass sie die nötigen Fachkenntnisse und ein entsprechendes Zertifikat besitzen.
  • Europaweite Zählung von Gebäuden und Wohnungen mit Stichtag 15.05.2022

Änderungen beim Hausbau
  • die Förderung für KfW-Effizienzhaus 55 wird ab dem 1. Februar eingestellt
  • in Baden-Württemberg gilt eine Solardachplicht ab 01.05.2022
  • mehr Förderung für selbt genutztem Wohneigentum Darlehen - Details zur Umsetzung der Pläne fehlen noch
  • Ermäßigungen bei der Grunderwerbsteuer besonders für Kauf selbst genutzter Immobilie
  • Nachfrage, Rohstoffpreise und Zinsen steigen
  • höhere Schornsteine für Neubauten (Scheitholz, Pellets) - mind. 40 cm über Dachfirst
  • die Berechnung der neuen Grundsteuer startet (geplante Grundsteuerreform)

CO2-Steuer erhöht Heizkosten
Das Heizen mit Erdgas und Heizöl wird teurer, der Grund ist die steigende CO2-Steuer. Der CO2-Preis wird den Liter Heizöl um 9,5 Cent ab 1. Januar lt. Verbraucherzentrale NRW verteuern. Beim Erdgas werden 0,65 Cent pro Kilowattstunde aufgeschlagen.

Die EEG-Umlage sinkt
Die Umlage zur Finanzierung des Ökostroms, die sogenannte EEG-Umlage, sinkt zum Jahreswechsel auf 3,723 Cent je Kilowattstunde = mehr als 40 Prozent. Billiger dürfte der Strom aber nicht werden, weil die Umlage nur ein Bestandteil des Preises ist und Versorger beim Einkauf mehr als vor einem Jahr zahlen.

Die Rückgabe von alten Elektrogeräten auch im Supermarkt möglich
Je nach Ladengröße und Sortiment sollen Discounter und Supermärkte spätestens ab 1. Juli 2022 alte Elektrogeräte-Kleingeräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys annehmen müssen. Geschäfte müssen diese Geräte auch dann annehmen, wenn sie anderswo gekauft wurden. Größere Geräte wie alte Fernseher können jedoch nur abgegeben werden, wenn ein neues Gerät gekauft wird.

Die Pfandpflicht für Einweggetränkeflaschen kommt
Für Frucht- und Gemüsesäfte und alkoholische Mischgetränke gilt ab 1. Januar der Einweg-Pfand in Höhe von 25 Cent. Auch Getränkedosen werden ohne Ausnahme pfandpflichtig. Die Pfandpflicht gilt damit für sämtliche Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff bis zu drei Litern und Getränkedosen.

Aus für die Einweg-Plastiktüte beschlossen
Ab 1. Januar dürfen die leichten Kunststofftragetaschen nicht mehr verkauft werden. Dabei handelt sich um Plastiktüten mit Wandstärken von 15 bis 50 Mikrometern. Angeboten werden dürfen aber weiterhin stabile Mehrwegtaschen aus dickerem Kunststoff sowie die die dünnen Plastikbeutel ("Hemdchenbeutel") an Obst-, Gemüseständen und Frischetheken.

Die Förderung von Plug-in-Hybriden nur bei höherer Reichweite beschlossen
Die Käufer bestimmter Autos, die neben einem Verbrenner- auch einen Elektromotor haben und per Stromkabel aufgeladen werden (Plug-in-Hybride), kommen ab 2022 nicht mehr in den Genuss der staatlichen Förderung kommen wenn die elektrische Reichweite unter 60 Kilometer liegt.

Neu bei Haustürgeschäften ab 28. Mai
Kommt ein Vertragsabschluss bei ungebetenen Besuchen in der Wohnung zustande, ist eine Aufforderung zur sofortigen Zahlung unzulässig.
Ausnahme, wenn die Ware oder Dienstleistung weniger als 50 Euro kosten.

Neuer Kündigungsbutton im Internet
Wer einen Vertrag im Internet schließt, kann ihn ab 1. Juli einfacher kündigen. Für sogenannte Dauerschuldverhältnisse wird ein "Kündigungsbutton" zur Pflicht, mit dem Verbraucher ihre Verträge ohne großes Suchen loswerden können.

Kürzere Kündigungsfristen
In vielen Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht bisher: "Laufzeitverträge müssen drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt werden" müssen, sobnst würden sie sich um ein Jahr verlängern. Dies gilt für Verträge ab dem 1. März nicht mehr. Diese dürfen nur noch eine Kündigungsfrist von einem Monat haben.

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